Diese Dinge musst du erledigen, bevor deine Website live geht

11.06.2020

Design fertig, Texte geschrieben, Inhalte produziert, Plugins installiert – bereit, deine Website der Welt zu zeigen? Perfekt! Aber bevor du den letzten Schritt gehst und deine Website endlich live schaltest, solltest du nochmal ein paar Dinge überprüfen und durchchecken. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Thema Website für Selbstständige, kleine Unternehmen etc. so einfach wie möglich aufzubereiten. Nichtsdestotrotz musst du für die nötige Professionalität deiner Website sorgen. Deswegen möchte ich dir einige Punkte auflisten, die du unbedingt überprüfen solltest, bevor deine Website für alle sichtbar ist.

1. SSL einrichten

Benutzt du für deine Website ein SSL-Zertifikat? Wenn nicht, wird es Zeit. Bei den meisten Webhosting-Anbietern ist mindestens ein SSL-Zertifikat inklusive, das kannst du deiner Website zuweisen. Manchmal kann hier auch noch das Plugin Really Simple SSL hilfreich sein, um alle bisherigen Links von http auf https abzuändern. Teste anschließend alle Seiten deiner Website, ob sie in der Adressliste in Grün angezeigt werden. Andernfalls sieht das so aus:

2. Richtige Permalinkstruktur einstellen

Wie du sicherlich weißt, ist meine bzw. unser favorisiertes Content Management System WordPress. WordPress hat standardmäßig leider eine unvorteilhafte Permalinkstruktur.

Ein Beispiel hierzu: Ein Beitrag hat den Namen; „Website schneller machen“

Interessant ist jetzt, was für ein Link oben in der Adressleiste deines Browsers angezeigt wird. Standardmäßig würde WordPress hier sowas anzeigen: „https://test.de/?p=123. Das sieht nicht nur für Besucher komisch aus, sondern auch für Suchmaschinen.

Viel besser wäre doch: https://test.de/website-schneller-machen/

Hierfür musst du die Permalink Einstellungen in WordPress ändern. Falls du dies noch nicht getan hast, sage ich dir nun, wie das funktioniert.

Im WordPress Backend findest du in der Menüleiste den Punkt „Einstellungen“ – dort gibt es auch den Unterpunkt „Permalinks“. Dort setzt du den Punkt bei „Beitragsname“ und drückst unten auf „Änderungen speichern“ – fertig.

3. Backup-Lösung nutzen

Eine Backup-Lösung halten viele Einsteiger für nicht so wichtig. Für etwas, das man später einmal einrichten kann. Spätestens, wenn dann doch mal etwas schief geht, denkt man sich „Hätte ich das nur mal gemacht“. Eine Backup-Lösung ist dafür da, dass deine Website bzw. ein früherer Zustand deiner Website wiederhergestellt werden kann. Backups sind also quasi Zwischenspeicherungen deiner Website. Ich empfehle als Webhosting den WordPress-Spezialisten wpengine.com. WPEngine bietet dir schon eine unglaublich gute Backup-Lösung. Wenn du also diesen Hosting-Anbieter nutzt, brauchst du dir keine Sorgen machen. Kurzer Hinweis: WPEngine ist nicht ganz billig, wir bieten jedoch über unseren Website Club die Möglichkeit, vergünstigt bei WPEngine zu hosten.

Solltest du einen anderen Hosting-Anbieter nutzen, empfehle ich dir ein Backup-Plugin. Eine gute, kostenpflichtige Lösung ist das Plugin VaultPress. Ein gutes kostenloses Plugin ist BackWPup.

Egal wofür du dich entscheidest, stelle einfach sicher, dass du regelmäßige Backups hast und deine Website ggf. schnell wiederherstellen kannst, wenn einmal etwas schief läuft.

4. Performance testen und optimieren

Das hörst du sicherlich auch nicht zum ersten Mal: Die Ladezeit deiner Website ist unglaublich wichtig. Deine Website muss schnell laden. Einerseits muss deine Website Google gefallen – das ist u.a. der Fall, wenn sie schnell lädt. Andererseits verlassen Besucher deine Website, bevor diese überhaupt geladen hat, wenn es ihnen zu lang dauert. Die Ladezeit deiner Website kannst du mit verschiedenen Tools testen. Ich empfehle dir von Google die Google Page Speed Insights. Hier bekommst du neben einer Einstufung auch gleich Tipps und Handlungsempfehlungen. Außerdem macht es durchaus Sinn, ein Caching-Plugin wie WP Super Cache zu installieren, um die Ladezeit zu verbessern.

5. Darstellung auf verschiedenen Geräten überprüfen

Es ist kein Geheminis: Unglaublich viele Website-Zugriffe kommen heutzutage von mobilen Endgeräten. Deine Website wird auf einem mobilen Endgerät nicht zwangsläufig schön angezeigt. Egal ob du ein responsives WordPress-Theme nutzt, Probleme kann es trotzdem geben. Auch beim Divi-Theme, welches ich empfehle, ist die mobile Ansicht nicht immer von vornherein optimal. Teste also unbedingt, wie deine Website aussieht, wenn du sie mit einem Smartphone oder einem Tablet aufrufst und passe sie ggf. an. Bei Divi ist das super gelöst, weil du die Smartphone- und Tablet-Ansichten einzeln anpassen kannst.

6. Analyse- bzw. Trackingtools installieren

Wie viele Besucher hat deine Website? Wie viele Unterseiten werden durchschnittlich aufgerufen? Was sind die beliebtesten Artikel oder Produkte? Weißt du nicht? Dann kommt hier die Lösung: Google Analytics! Google Analytics verschafft dir Einblicke in das Nutzerverhalten von Besuchern deiner Website. Google Analytics ist relativ einfach einzurichten. Hinweis: Ich empfehle dir das WordPress Borlabs Cookie, um Google Analytics (und andere Tracking-Tools) datenschutzkonform einzubinden.

7. Texte kontrollieren

Wenn du dich schon ein bisschen eingehender mit der Vermarktung deiner Leistungen im Internet beschäftigt hast, wirst du folgenden Satz schon gehört haben: Content is king. Das stimmt, aber dieser muss ansehnlich, inhaltlich wertvoll und fehlerfrei sein. Es macht einen sehr unseriösen Eindruck auf deine Website Besucher, wenn deine Texte Rechtschreibfehler beinhalten und/oder schlecht dargestellt sind. Also unbedingt vor dem Livegang überprüfen, ob deine Inhalte irgendwelche Rechtschreib- oder Darstellungsfehler beinhalten. 

8. Impressum und Datenschutzerklärung korrekt einpflegen

Hast du ein Impressum eingepflegt und ist dieses gut erreichbar? Gut erreichbar heißt in der Praxis meist, dass ein Klick von der Startseite ausreichen muss, um das Impressum zu erreichen. Sind dort alle vorgeschriebenen Angaben aufgeführt? Hinweis: Für Kapital- und Aktiengesellschaften gelten besondere Regelungen. 

Wie steht es um deine Datenschutzerklärung? Ist diese vorhanden und ebenfalls gut erreichbar? Werden alle sozialen Netzwerke aufgeführt? Werden Besucher über alle Cookies sowie Tracking- und Analytics Tools aufgeklärt, die du einsetzt?

Ja, das kann etwas lästig und kompliziert sein. Aber lieber machst du es einmal richtig, anstelle später Probleme wegen etwaigen Versäumnissen oder inkorrekten Angaben zu bekommen. Es gibt im Internet eine ganze Reihe von Generatoren und Mustern, an denen du dich orientieren kannst. Trotzdem: Nicht einfach veröffentlichen. Durchlesen, einarbeiten und ggf. anpassen. Die Verantwortung trägst schließlich du bzw. dein Unternehmen, nicht der Generator. Wenn du dir unsicher bist: rechtlichen Support holen.

9 . Medien überprüfen

Bilder sind extrem wichtig für eine Website. Kein Besucher möchte eine reine Textwüste vorfinden. Du solltest alle Bilder überprüfen. Sie müssen korrekt angezeigt werden – in verschiedenen Browsern und auch auf verschiedenen Endgeräten. Außerdem müssen sie für das Web optimiert sein. Zu große Bilddateien wirken sich negativ auf die Ladezeit deiner Website aus. Das Plugin EWWW Image Optimizer hilft hierbei. Das selbe gilt natürlich auch für Videos. 

10. Formulare und interaktive Elemente testen

Du hast ein Kontaktformular auf deiner Website, über das Interessenten eine Anfrage stellen können? Teste es davor!

Du nutzt Pop-ups, vielleicht sogar in Verbindung mit einem Kontaktformular? Teste es davor – unbedingt auch auf verschiedenen Geräten und in verschiedenen Browsern.

Du bietest einen E-Mail-Newsletter. Teste die Anmeldung! Hinweis: In der Regel muss eine Newsletter-Anmeldung durch eine Mail erneut vom Nutzer bestätigt werden. Teste auch, ob der Neuzugang deines Newsletters in deinem E-Mail Tool auf der richtigen Liste landet.

Außerdem solltest du danach noch eine Test-Mail hinterherschicken, um zu sehen, ob Mails von deinem Newsletter auch im richtigen Postfach landen und nicht einfach im Spam-Ordner.

Es gibt sicherlich noch mehr Dinge, die man überprüfen und durchchecken kann. Das hier sind jedoch die Dinge, ohne die deine Website schlichtweg nicht live geschaltet werden sollte. Wenn du diese Dinge erledigt hast, steht dir erstmal nichts mehr im Weg!

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Johannes Ellenberg

Johannes Ellenberg

Startup-Experte & Unternehmercoach

 

Ich bin nun seit mehr als einem Jahrzehnt als Unternehmer, Startup-Enthusiast, Autor, Berater, Speaker und Verfechter unseres Mittelstands unterwegs. Ich unterstütze Unternehmen und Unternehmer mit Workshops, Seminaren und Vorträgen bei ihrer Transformation in die digitale Welt.