5 Maßnahmen für mehr Besucher auf deiner Website

12.06.2020

Deine Website steht in den Startlöchern oder ist vielleicht schon live? Super! Jetzt geht es darum, dass du Traffic generierst. Also: Dass Menschen deine Website besuchen. Menschen, die sich für deine Themen interessieren und für deine Inhalte begeistern. Dafür musst du jetzt aktiv werden und an deiner Sichtbarkeit bzw. an der Sichtbarkeit deiner Website arbeiten. Ich möchte dir sieben Tipps mitgeben, wie du mehr Menschen auf deine Website lotsen kannst. Manche kosten dich nur deine Zeit, für andere wiederum brauchst du etwas Werbebudget. Manche bringen schneller Ergebnisse, andere Maßnahmen sind eher längerfristig ausgelegt.

Vorneweg: Ich stelle hier nur grundlegend die Möglichkeiten vor, die es gibt. Der Artikel ist also keine Anleitung dafür, wie die einzelnen Maßnahmen umzusetzen sind. Du solltest dir vielmehr überlegen, welche Maßnahmen für dich Sinn machen könnten. Anschließend liest du dich in die jeweiligen Kanäle bzw. Maßnahmen tiefer ein. Dann heißt es: Umsetzen und testen! Im Internet findest du zu allen, hier aufgeführten Maßnahmen sehr einsteigerfreundliche Anleitungen. 

Außerdem ist es wichtig, dass du verstehst, dass es hierbei nicht in erster Instanz darum geht, Verkäufe zu erzeugen. Eine Grundregel im Marketing lautet: Nicht mit der Tür in’s Haus fallen. Nutze die Maßnahmen, um Menschen über deine Themen zu informieren, für dich oder deine Marke zu begeistern, zu unterhalten und einfach Kontaktpunkte mit dir, deinen Produkten und deiner Marke aufzubauen. Mit plumpen Kauf-mein-Produkt-Aufforderungen wirst du nicht weit kommen. Fokussiere dich also vielmehr darauf, sichtbar zu werden und dich bzw. dein Unternehmen zu positionieren – dann kommen auch die richtigen Besucher auf deine Website.

Es sollte dir immer um die richtigen Besucher gehen – nicht einfach nur um möglichst viel Traffic.

Woher kommt eigentlich Traffic?

Bevor wir zu den Maßnahmen kommen, werfen wir einen Blick darauf, wie Menschen – auch du und ich – überhaupt den Weg zu Websites finden. Grundsätzlich kann man hier zwischen sechs Arten unterscheiden.

  • Direkte Zugriffe: Wir geben nicht mehr „Hotel Bodensee“ bei Google ein, sondern tippen direkt „booking.com“ in die Adressleiste unseres Browsers. Warum direkte Zugriffe super sind, ist fast selbsterklärend: Die Besucher möchten direkt auf diese spezielle Website.
  • Durch Suchmaschinen: Jemand tippt eine Suchanfrage bspw. bei Google (oder Bing etc.) ein und erhält zu seiner Anfrage anschließend Suchergebnisse. Bei einem Klick auf dein Ergebnis wird er zu einem Besucher. Du kannst also davon ausgehen: Je besser dein Google-Ranking (für die jeweilige Suchanfrage) ist, desto mehr Menschen finden deine Website. 
  • Durch Social Media: Auch durch Social Media Plattformen entsteht Website-Traffic. Das sollte jedoch nicht vorderstes Ziel deiner Social Media Präsenz sein. Schließlich wird Social Media vorrangig für Entertainment, Unterhaltung, Ablenkung, Inspiration und Informationsbeschaffung genutzt.
  • Durch Werbung: Der bezahlte Weg, mehr Besucher zu bekommen. Werbemöglichkeiten gibt es heutzutage viele. Das erlaubt es auch, mit kleineren Budgets gute Erfolge zu erzielen. Werbung kannst du auf den verschiedensten Plattformen schalten – Facebook, Google, LinkedIn, Xing, Pinterest, Instagram, Snapchat, YouTube – nahezu überall.
  • Durch E-Mails: Viele glauben, dass E-Mails nicht mehr weit verbreitet sind – da täuscht man sich schwer. E-Mails sind neben direkten Zugriffen fast die einzigen Quellen, die nicht von äußeren Einflüssen oder anderen Plattformen (Google, Facebook etc.) abhängig sind. Deshalb sind sie so wertvoll. E-Mails sind eine direkte Beziehung ohne Umwege.
  • Durch Links: Links können natürlich an den unterschiedlichsten Stellen vorhanden sein. Klassischerweise natürlich auf Internetseiten, aber Menschen schicken sich auch beispielsweise Links per WhatsApp zu. Links sind generell meist eine gute Traffic-Quelle, weil der Link in der Regel geteilt wird und somit gewissermaßen eine Empfehlung beinhaltet.

Zuerst zu den Maßnahmen, für die du kein Werbeausgaben tätigen musst. Unbezahlte Traffic-Quellen sind in der Regel mit mehr Aufwand verbunden. Dafür aber, wie schon gesagt, auch mit weniger Kosten.

1. Newsletter

Hast du schon eine E-Mail-Liste mit Menschen, die sich für dich bzw. deine Produkte und Themen interessieren? Ja? Das ist super, denn du hast damit schon einen direkten Zugang zu möglichen Kunden.

Das Image von Newslettern hat etwas gelitten. Jede Seite bietet einen Newsletter – hintenraus kommen dann oft nur plumpe Werbe-E-Mails oder uninteressante Inhalte. Überlege dir etwas für deinen Newsletter, was Menschen dazu bewegt, sich dort anzumelden. Schicke dann lieber nur alle zwei Wochen wirklich interessante Mails raus, anstatt drei pro Woche. Die Qualität muss stimmen.

2. Social Media Aktivität

Du solltest unbedingt auf den Social Media Plattformen aktiv werden, auf denen sich deine Zielgruppe herumtreibt. Eine Social Media Präsenz ist selbst in B2B-Fällen unerlässlich.

Hier musst du überlegen, wie deine Zielgruppe tickt. Die Plattformen werden schließlich gänzlich unterschiedlich benutzt. Sie erfüllen andere Bedürfnisse.

Auf YouTube beispielsweise suchen Menschen durchaus nach Informationen für einen Produktvergleich bzw. eine Kaufentscheidung. Das ist auf Instagram eher weniger der Fall.

Frag dich also: Was für ein Nutzungsverhalten haben deine potenziellen Kunden? Was interessiert sie? Wie ticken sie? Reagieren sie eher auf Bilder? Eher auf Entertainment? Viel oder wenig Informationsgehalt? Vielleicht gar Videos? Auch das Alter ist natürlich entscheidend.

Mach dir also eingehend Gedanken darüber, wie deine Zielgruppe drauf ist und wo du sie erreichen kannst. Und fokussiere dich. Social Media richtig zu bespielen nimmt mehr Zeit in Anspruch, als man am Anfang denken mag. Deswegen lieber die ein oder zwei wichtigsten Plattformen statt so viele wie möglich.

Zurück zum Thema Traffic erzeugen: Versehe deine Social Media Aktivitäten bzw. Posts mit Links zu deiner Website. Aber: Social Media ist, wie eingangs erwähnt, nicht dafür geschaffen worden, Website-Besucher zu liefern. Es funktioniert natürlich trotzdem. Hier musst du den richtigen Mix für deine Zielgruppe finden. Du hast einen neuen Artikel veröffentlicht? Ja, teile einen Link dazu. Du hast deine Website neu gemacht? Teile den Link, frag die Leute nach ihrer Meinung. Aber behalte auch immer im Kopf, wie Menschen Social Media nutzen.

3. Als Helfer auftreten und vernetzen

Teile dein Wissen, trete in Interaktion und baue dein Netzwerk und deine Reputation auf. Es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu tun. Ein paar Beispiele:

Foren in deiner Branche

Für deine Branche gibt es ein Forum? Melde dich an, werde aktiv. Beantworte Fragen, tausche dich aus, sei präsent.

Social Media Gruppen

Wenn es kein lebendiges Forum gibt – Gruppen auf Facebook gibt es für alles. Wirklich für alles. Im B2B-Umfeld können hier natürlich auch Xing und LinkedIn relevant sein.

Gastbeiträge und Podcast-Auftritte

Gibt es Blogs in deiner Branche? Fehlt dort deiner Meinung nach noch wichtiger Inhalt? Kontaktiere die Person hinter dem Blog. Biete an, einen Gastbeitrag zu schreiben. Das selbe gilt für Podcasts und YouTube-Kanäle. 

Schau dich auch mal auf gutefrage.net um. Menschen haben Fragen, die du beantworten kannst? Dann tu das. 

Teile auch gerne die interessanten Beiträge von anderen Personen aus deiner Branche.

4. Content und Suchmaschinenoptimierung

Content, Content und noch mehr Content. Der Kern vom Content Marketing ist es, niemandem etwas aufzudrücken, sondern deinen Lesern und Interessanten Mehrwert zu bieten. Deine Inhalte, also dein Content, sind typischerweise auf deiner Website in einem Blog zuhause. Nun ist es jedoch so, dass für Content Marketing im Internet mehr nötig ist, als nur das gewohnte Schreiben eines Textes. Schließlich geht es auch darum, dass deine Inhalte gefunden werden, wenn Menschen themenverwandte Suchanfragen bei Google stellen. 

Das heißt, du solltest bei neuen Artikelideen auch eine Keyword-Recherche im Vorfeld starten und dich mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung vertraut machen. Eine Keyword-Recherche ist nötig, um deinen Artikel so anzupassen, dass er bei den jeweiligen Suchanfragen von Google auch als relevant eingestuft wird. Du kannst also recherchieren, welche Suchwörter die Menschen bei Google eingeben und deine Inhalte dementsprechend anpassen. Zwei gute, kostenlose Tools hierfür sind: https://neilpatel.com/de/ubersuggest/ und https://www.keyword-tools.org

Suchmaschinenoptimierung betrifft also einerseits die inhaltliche, textliche Optimierung. Aber nicht nur. Es gibt auch einige technische Dinge, denen du dich annehmen solltest. In einem vorherigen Artikel habe ich wichtige Plugins vorgestellt. EWWW Image Optimizer, WP Super Cache und Auto Optimizer helfen dir, die Ladezeit deiner Website zu verbessern. Und das Plugin Yoast SEO ist dein ständiger Begleiter beim Thema Suchmaschinenoptimierung.

Nun zu dem Maßnahmen-Bereich, der dich auch etwas Werbebudget kostet. Diese Maßnahmen bezeichnet man als Paid Traffic. Der Vorteil ist: Sie greifen schnell und sind richtig umgesetzt nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig. Der Schlüssel ist, den bezahlten Traffic nicht verpuffen zu lassen, sondern zu umzumünzen und eine weitere Beziehung aufzubauen. Das kann beispielsweise durch den Aufruf für Newsletter-Anmeldungen funktionieren.

5. Google und Social Media Werbung

Auf nahezu allen Plattformen werden auch Werbemöglichkeiten angeboten. Die Plattformen sind deswegen so attraktiv für Werbetreibende, weil sie über unglaublich viele Nutzerdaten verfügen. Zielgruppen lassen sich also sehr genau eingrenzen. Werbung kann somit sehr spezifisch und zielgerichtet ausgespielt werden.

Du kannst also auch schon mit kleinem Budget testen, wie verschiedene bezahlte Kanäle für dein Vorhaben funktionieren. Es gibt schließlich kaum Streuverlust, wenn du es richtig machst.

Das sind die gängigsten Werbemöglichkeiten:

  • Google Ads: Hier zahlst du dafür, dass du in den Suchergebnissen (für bestimmte Suchanfragen) weit oben auftauchst.
  • Facebook Ads und Instagram Ads
  • YouTube Ads
  • Native Ads: Das sind die gesponserten Artikel, die man oft bei Magazinen wie focus.de etc. sieht

Auch auf Plattformen wie Snapchat, LinkedIn, Xing oder Pinterest kannst du Werbung ausspielen. Hier solltest du überlegen, welche Plattform relevant ist, wie es um dein Budget steht und welche Inhalte es sich lohnt auszuspielen. Auch hier wird es meistens nichts, wenn du mit der Tür ins Haus fällt. Anfangs solltest du eher darauf setzen, mit bezahlter Unterstützung für mehr Erstkontakte mit dir bzw. deiner Marke zu sorgen. Zum Beispiel, indem du einen interessanten Artikel mit etwas Budget bewirbst, statt den Nutzern gleich dein Produkt unter die Nase reiben zu wollen.

Nun kommt es auf deine Ressourcen, deine Zielgruppe und dein Angebot an. Teste verschiedene Wege, wenn es deine Kapazitäten erlauben. Versuche aber nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Mit der Zeit wirst du herausfinden, welche Maßnahmen in deinem Fall am besten funktionieren. Außerdem: Reichweite wird nicht über Nacht erzeugt. Gib also einen Kanal bzw. eine Maßnahme nicht direkt auf, wenn sich nach einer Woche noch nicht der große Erfolg eingestellt hat. Viel Erfolg!

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Johannes Ellenberg

Johannes Ellenberg

Startup-Experte & Unternehmercoach

 

Ich bin nun seit mehr als einem Jahrzehnt als Unternehmer, Startup-Enthusiast, Autor, Berater, Speaker und Verfechter unseres Mittelstands unterwegs. Ich unterstütze Unternehmen und Unternehmer mit Workshops, Seminaren und Vorträgen bei ihrer Transformation in die digitale Welt.